Wie wäscht man ein Auto in einer berührungslosen Waschanlage?
Das berührungslose Autowaschen hat sich in den letzten Jahren immer mehr etabliert – nicht nur bei Autoliebhabern, sondern auch im gewerblichen Bereich. Die Methode ist besonders lackschonend, effektiv und komfortabel. Gerade bei Fahrzeugen mit hochwertiger Karosseriepflege, empfindlicher Lackierung oder nach Reparaturen von Teilen wie spatborden, motorkap oder voorbumper bietet sie eine sichere Reinigung, ohne mechanische Belastung. Doch wie funktioniert die berührungslose Waschanlage eigentlich – und worauf sollte man achten, damit das Ergebnis überzeugt?
Was ist berührungsloses Waschen?
Beim berührungslosen Autowaschen wird das Fahrzeug ausschließlich mit Wasserhochdruck und speziellen Reinigungsmitteln gereinigt – ganz ohne Bürsten oder Lappen. Die Verschmutzungen werden dabei durch chemische Wirkstoffe gelöst und durch gezielte Hochdruckstrahlen entfernt.
Im Gegensatz zur Handwäsche oder Bürstenwaschanlage kommt es hier zu keinem direkten Kontakt mit der Fahrzeugoberfläche. Dadurch wird das Risiko von Mikrokratzern oder Waschschlieren stark minimiert – ein Vorteil, der vor allem bei frisch lackierten oder hochwertigen Lackierungen zählt, wie man auch beim lackieren der Karosserie Schritt für Schritt berücksichtigen sollte.
Vorteile einer berührungslosen Waschanlage im Vergleich zu einer herkömmlichen Waschanlage
Die Vorteile einer berührungslosen Waschanlage liegen auf der Hand:
- Lackschonung: Keine Bürsten, keine Kratzer.
- Effizienz: Schnelle Reinigung in wenigen Minuten.
- Flexibilität: Oft auch für größere Fahrzeuge geeignet.
- Sauberkeit: Durch den gezielten Einsatz von chemicalien wird selbst hartnäckiger Schmutz entfernt.
- Sicherheit für frisch reparierte Karosserieteile, z. B. neue spatborden oder motorkap.
Auch nach einer Werkstattlackierung – siehe Werkslackierung vs. Werkstattlackierung – ist diese Methode besonders empfehlenswert, da sie den neuen Lack nicht mechanisch belastet.
Reihenfolge der Programme – wie wäscht man ein Auto richtig?
Ein häufiges Problem beim berührungslosen Autowaschen ist die falsche Nutzung der Waschprogramme. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollte man sich an diese Reihenfolge halten:
- Vorreinigung / Aktivschaum: Löst Insektenreste und Fett.
- Hochdruckwäsche: Spült groben Schmutz ab.
- Felgenreinigung: Optional aktivieren, um gezielt die Räder zu behandeln.
- Schaumwäsche / Hauptreinigung: Löst verbleibenden Schmutz.
- Klarspülen: Entfernt alle Reinigungsmittelreste.
- Glanzspülen / Wachs: Versiegelt den Lack und sorgt für Glanz.
- Trocknung: Wichtig, um Wasserflecken zu vermeiden.
Besonders bei stark verschmutzter voorbumper– oder motorkap-Partie lohnt sich eine zusätzliche Runde mit Aktivschaum.
Welche Reinigungsmittel werden in einer berührungslosen Waschanlage verwendet?
Die verwendeten Reinigungsmittel sind speziell auf das berührungslose Autowaschen abgestimmt. Sie enthalten kraftvolle, aber lackschonende Inhaltsstoffe, die Fett, Insektenreste und Umweltschmutz effektiv lösen. Wichtig ist, dass diese Mittel in der richtigen Dosierung eingesetzt werden – zu aggressive Produkte können langfristig die Versiegelung oder empfindliche Materialien angreifen.
Hochwertige Anlagen setzen dabei auf professionelle chemicalien, wie sie auch in der werkplaatsuitrustung zum Einsatz kommen.
Schadet eine berührungslose Waschanlage dem Lack?
Ein weitverbreiteter Mythos ist, dass das berührungslose Autowaschen den Lack durch aggressive Mittel beschädigt. In der Realität ist das Gegenteil der Fall – richtig angewendet ist diese Methode besonders lackfreundlich. Vorausgesetzt, die verwendeten Produkte sind hochwertig und die Anlage ist technisch in gutem Zustand.
Besondere Vorsicht ist nur bei frischen Lackierungen oder Reparaturen geboten. In solchen Fällen empfiehlt sich eine Wartezeit von etwa 2 Wochen, bevor man das erste Mal eine Waschanlage nutzt – insbesondere nach der Auswahl der Farbe für den Autolack, um das neue Finish nicht zu gefährden.
Waschanlage für Felgen und Unterboden – worauf muss man achten?
Die Felgenreinigung ist ein optionales, aber empfehlenswertes Extra. Besonders im Winter lagern sich Bremsstaub, Salz und Schmutz stark an den Felgen an. Viele berührungslose Waschanlagen bieten spezielle Programme, die den Reinigungsstrahl gezielt auf die Felgen lenken.
Auch die Unterbodenwäsche ist bei modernen Anlagen verfügbar – ein wichtiges Feature für die langfristige Autopflege, besonders in salzhaltigen Regionen. Wer regelmäßig den Unterboden spült, schützt Achsteile, Schweller und Aufhängungen vor Korrosion – ein Punkt, der auch im Bereich Karosseriepflege oft unterschätzt wird.
