Schutz des Autolacks im Winter – was müssen Sie beachten?
Der Winter bringt nicht nur eisige Temperaturen und glatte Straßen mit sich, sondern auch eine ernsthafte Gefahr für den Autolack. Feuchtigkeit, Frost, Streusalz und Schmutz greifen die Karosserie unbemerkt an – oft mit sichtbaren Folgen im Frühling. Wer Wert auf den langfristigen Werterhalt seines Fahrzeugs legt, sollte bereits im Herbst mit den nötigen Schutzmaßnahmen beginnen. Ein durchdachter Lackschutz im Winter kann entscheidend sein, um Rost, matte Stellen oder gar Lackabplatzungen zu vermeiden.
Warum ist der Winter eine Gefahr für den Lack?
Im Winter ist die Karosserie ganz anderen Belastungen ausgesetzt als im Sommer. Neben den deutlich niedrigeren Temperaturen kommen hohe Luftfeuchtigkeit, kondensierendes Wasser und mechanische Belastungen durch Eis oder Schnee hinzu. Schon kleine Steinschläge oder Risse im Lack werden unter diesen Bedingungen zu Eintrittspforten für Feuchtigkeit. Ohne entsprechenden Lackschutz im Winter kann dies langfristig zu Rostbildung führen – insbesondere an empfindlichen Kanten oder unter dem Auto.
Streusalz – der größte Feind der Karosserie
Kaum ein Stoff greift die Karosserie so aggressiv an wie Streusalz und Lack. Das Salz löst sich bei Regen oder Schneematsch, verteilt sich gleichmäßig am Unterboden und setzt sich in kleinste Ritzen. Es fördert die elektrochemische Reaktion, die zur Korrosion führt – selbst bei kleinen Lackschäden. Deshalb ist regelmäßiges Reinigen essenziell. Zusätzlich lohnt sich ein Blick auf Ersatzkotflügel, denn gerade diese Teile rosten durch Salz oft zuerst.
Wie oft sollte man sein Auto im Winter waschen?
Viele Autofahrer meiden die Autowäsche im Winter – aus Sorge, dass Wasserreste gefrieren könnten. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Wer sein Auto regelmäßig (etwa alle zwei Wochen) in einer Waschstraße oder mit Hochdruckreiniger säubert, beugt Salzschäden aktiv vor. Wichtig ist die Verwendung von speziellen Winterprogrammen, die auch den Unterboden reinigen. Achte dabei auf Lackkratzer – weitere Tipps findest du im Artikel wie pflegt man Autolack?.
Schutz des Lacks vor Feuchtigkeit und Frost
Nässe setzt sich besonders gern in Spalten, Radläufen oder unter Anbauteilen fest. Hier kann eine regelmäßige Karosseriepflege helfen – etwa durch Abdichtung mit Lackversiegelungen, Silikon oder Fett. Auch Gummidichtungen sollten gepflegt werden, um ein Festfrieren der Türen zu verhindern. Wer zusätzlich seine Felgen schützt, beugt nicht nur optischem Verschleiß, sondern auch strukturellem Schaden durch Oxidation vor.
Lohnt es sich, Wachs oder eine Keramikbeschichtung zu verwenden?
Ein Winterwachs oder eine hochwertige Keramikbeschichtung ist eine lohnende Investition für jeden, der den Lackschutz im Winter ernst nimmt. Diese Produkte bilden eine wasserabweisende Schicht auf der Lackoberfläche, die Schmutz und Salz abperlen lässt. Zudem erleichtern sie das spätere Reinigen und schützen vor Mikrokratzern durch Eiskratzen oder Schneebesen. Bei neu montierten oder lackierten Teilen, wie Stoßstangen oder Motorhauben für alle Autos, empfiehlt sich eine zusätzliche Versiegelung nach dem Einbau.
Welche Produkte sollte man im Winter in der Garage haben?
Zur Autopflege im Winter gehören mehr als nur Eiskratzer und Enteisungsspray. Empfehlenswert sind außerdem: Lackreiniger, Winterwachs, Türdichtungs-Pflegemittel, Silikonspray, Mikrofasertücher, Felgenreiniger und Sprühversiegelungen. Auch ein Lackstift kann helfen, kleine Steinschläge sofort zu versiegeln. Wer seine Garage beheizt oder zumindest trocken hält, reduziert zusätzlich die tägliche Belastung durch Temperaturwechsel und Luftfeuchtigkeit.
Lackierte Teile und Witterungsbeständigkeit
Fahrzeuge, bei denen beschädigte Karosserieteile ersetzt wurden, sollten besonders beachtet werden. Eine lackierte Teile-Nachrüstung bietet dann optimalen Schutz, wenn die neuen Teile in hochwertiger Qualität lackiert und klarlackversiegelt sind. Achte bei Ersatzteilen auf professionelle Ausführung – besonders bei empfindlichen Stellen wie Frontpartien oder Radläufen. Infos zur richtigen Montage findest du im Beitrag zum Austausch von Karosserieteilen.
Korrosionsschutz – was funktioniert wirklich?
Nicht jedes Produkt hält, was es verspricht. Für einen effektiven Korrosionsschutz für die Karosserie brauchst du spezielle Versiegelungen, die sowohl wasser- als auch salzbeständig sind. Wachse für Hohlräume, Unterboden-Sprays und Keramikbeschichtungen sind bewährte Mittel. Auch Auto-Detailing im Winter durch Profis kann sinnvoll sein – sie kennen die Schwachstellen deines Fahrzeugs genau und tragen gezielt Schutzschichten auf.
